Kopfbereich
Bezeichnung des Gebäudes oder Gebäudeteils, die dargestellte Etage und, falls vorhanden, das Datum der letzten Aktualisierung.
Norm
Die Norm, nach der Flucht- und Rettungspläne aufgebaut, bemaßt und beschriftet werden. Diese Seite fasst zusammen, was sie verlangt und wie sie mit den anderen Regelwerken zusammenhängt.
Auch geschrieben als
Alle Schreibweisen meinen dieselbe Norm. Die vollständige Bezeichnung lautet DIN ISO 23601, weil es sich um die deutsche Übernahme der internationalen ISO 23601 handelt.
Pflichtinhalte
Ein Plan nach DIN ISO 23601 zeigt die Umgebung des Betrachters im Grundriss und enthält mindestens diese acht Angaben. Zum Abhaken bei der Begehung gibt es sie auch als Prüf-Checkliste (PDF).
Deutlich hervorgehoben als „Sie sind hier“. Der Grundriss wird lagerichtig zu diesem Standort ausgerichtet – was in der Realität rechts liegt, liegt auch auf dem Plan rechts.
Der Verlauf bis ins Freie, in der festgelegten Signalfarbe eingezeichnet.
Alle Ausgänge, über die der Bereich verlassen werden kann.
Der Ort, an dem sich alle nach der Räumung einfinden.
Standorte von Feuerlöschern, Wandhydranten und Brandmeldern.
Standorte von Verbandkasten und Defibrillator.
Erklärt jedes im Plan verwendete Zeichen eindeutig.
Kurzanweisungen für den Brandfall und für Unfälle.
Aufbau
Kopf für die Einordnung, Grundriss für den Weg, Legende nur bei Bedarf zum Nachschlagen. Diese Dreiteilung ist der Grund, warum ein normgerechter Plan auch beim ersten Hinsehen funktioniert.
Bezeichnung des Gebäudes oder Gebäudeteils, die dargestellte Etage und, falls vorhanden, das Datum der letzten Aktualisierung.
Das Hauptelement, im festgelegten Maßstab gezeichnet, mit Fluchtwegen, Notausgängen, Standort des Betrachters und allen relevanten Einrichtungen.
Unterhalb oder neben dem Grundriss, ergänzt um kurze Verhaltensregeln für Brand- und Notfall.
Zusammenspiel
Vier Regelwerke greifen ineinander. Die ASR A2.3 klärt das „Ob“, die DIN ISO 23601 das „Wie“, die ISO 7010 das „Womit“ und die ASR A1.3 das „Wo“.
Bestimmt, in welchen Fällen ein Flucht- und Rettungsplan überhaupt erstellt werden muss.
Wann ein Plan Pflicht istLegt Aufbau, Inhalt und Gestaltung des Plans fest und bestimmt, wie die Zeichen im Gesamtplan angeordnet werden.
Die Norm im DetailVereinheitlicht die einzelnen Sicherheitszeichen europaweit: Rettungs-, Brandschutz-, Verbots- und Warnzeichen.
Symbole nach ISO 7010Regelt die Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz allgemein und macht Vorgaben zu Aushangort und Aushangpflicht.
Typische Fehler beim AushangHäufige Fragen
Die DIN ISO 23601 ist die deutsche Übernahme der internationalen Norm ISO 23601 und legt Aufbau, Inhalt und Gestaltung von Flucht- und Rettungsplänen fest. Sie gilt für den aushängenden Plan, der Personen im Gebäude zur Orientierung dient. Vorgeschrieben sind unter anderem der Standort des Betrachters, der Verlauf der Rettungswege, die Sammelstelle, Brandschutz- und Erste-Hilfe-Einrichtungen, eine Legende und Verhaltensregeln. Die Symbole folgen der ISO 7010.
Ja. Die vollständige Bezeichnung lautet DIN ISO 23601, weil es sich um die deutsche Übernahme der internationalen Norm ISO 23601 handelt. Die Kurzformen „DIN 23601“ und „ISO 23601“ meinen dieselbe Norm für Flucht- und Rettungspläne.
Nein. Wie alle DIN- und ISO-Normen ist die DIN ISO 23601 urheberrechtlich geschützt und nur kostenpflichtig erhältlich, offiziell über den Beuth Verlag oder die ISO. Kostenlose PDF-Kopien, die gelegentlich kursieren, sind meist veraltete oder inoffizielle Fassungen und für eine rechtssichere Umsetzung ungeeignet.
Nein. Die DIN ISO 23601 regelt ausschließlich den aushängenden Plan, der Personen im Gebäude zur Orientierung dient. Für Feuerwehrpläne gilt die DIN 14095, für die Brandschutzordnung die DIN 14096.
Die Norm schreibt keine bestimmte Sprachenzahl vor. In Gebäuden mit internationalem Publikum ist eine zweisprachige Ausführung – in der Regel Deutsch und Englisch – jedoch sinnvoll, damit die Verhaltensregeln und die Legende von allen verstanden werden.
Einen festen Prüfzyklus nennt weder die DIN ISO 23601 noch die ASR A2.3 oder die ASR A1.3. Gefordert ist, dass der Plan aktuell ist; als Richtwert für die Routinekontrolle hat sich in der Praxis eine Prüfung alle zwei Jahre eingebürgert. Bauliche oder nutzungsbedingte Änderungen machen eine Anpassung sofort erforderlich, unabhängig von jedem Rhythmus.