In großen Unternehmen kümmert sich jemand um den Brandschutz. In kleinen
und mittleren Betrieben macht es der Chef nebenbei – oder niemand. Wir
übernehmen die Aufgaben nach DGUV Information 205-003, ohne dass Sie
jemanden dafür ausbilden und freistellen müssen.
Kein einzelnes Gesetz schreibt die Bestellung pauschal vor. Sie
entsteht über mehrere Wege – in der Praxis greift meist einer davon,
hinzu kommt regelmäßig der Sachversicherer.
Bauordnungsrecht
Sonderbauvorschrift
Industriebaurichtlinie, Verkaufsstätten-, Versammlungsstätten- oder Beherbergungsstättenverordnung verlangen für bestimmte Gebäudearten einen Brandschutzbeauftragten. Wer Halle, Ladengeschäft oder Hotel betreibt, sieht hier zuerst nach.
Baugenehmigung
Auflage im Bescheid
Häufig steht die Forderung nicht im Gesetz, sondern im Brandschutzkonzept oder direkt in der Baugenehmigung – und wird übersehen, weil sie Jahre zurückliegt.
Arbeitsschutz
Gefährdungsbeurteilung
Ergibt die Beurteilung nach § 5 ArbSchG eine erhöhte Brandgefährdung – brennbare Stoffe, Heißarbeiten, große Personenzahlen, schwierige Rettungswege –, ist die Bestellung die folgerichtige Maßnahme.
Ablauf
Wie die Bestellung läuft.
01
Bedarf klären
Wir sehen uns an, woraus sich die Pflicht in Ihrem Fall ergibt – Baugenehmigung, Sonderbauvorschrift, Gefährdungsbeurteilung oder Versicherungsauflage – und welcher Umfang daraus folgt.
02
Schriftlich bestellen
Die Bestellung benennt Aufgaben, Befugnisse, den zeitlichen Umfang und die direkte Anbindung an die Unternehmensleitung.
03
Bestandsaufnahme
Erste Begehung und Sichtung der Unterlagen: Brandschutzordnung, Flucht- und Rettungspläne, Prüfnachweise, Unterweisungsdokumentation.
04
Laufende Betreuung
Begehungen im vereinbarten Turnus, Unterweisungen, Fortschreibung der Dokumente und Ansprechpartner bei Rückfragen von Behörde oder Versicherer.
Leistungsumfang
Was laufend übernommen wird.
Regelmäßige Begehungen mit schriftlicher Mängelerfassung und Nachverfolgung
Mitwirkung an der Gefährdungsbeurteilung, soweit Brand- und Explosionsgefahren betroffen sind
Brandschutzordnung nach DIN 14096 erstellen, fortschreiben und mindestens alle zwei Jahre prüfen – die Norm verlangt dafür ausdrücklich eine fachkundige Person
Flucht- und Rettungspläne prüfen und Aktualisierungen anstoßen
Unterweisungen und Räumungsübungen vorbereiten, durchführen und dokumentieren
Ansprechpartner für Feuerwehr, Bauaufsicht, Berufsgenossenschaft und Sachversicherer
Beratung der Geschäftsleitung bei Umbauten, Nutzungsänderungen und neuen Verfahren
Der letzte Punkt ist der, an dem es in kleinen Betrieben regelmäßig
scheitert: Begangen und unterwiesen wird durchaus, nur steht davon
nichts auf Papier. Hintergründe im Beitrag
Externer Brandschutzbeauftragter.
Aus einer Hand
Betreuung und Pläne beim selben Ansprechpartner.
Fällt bei der Begehung auf, dass ein Flucht- und Rettungsplan nach
einem Umbau nicht mehr stimmt, muss niemand einen zweiten
Dienstleister beauftragen. Wir
aktualisieren den Plan
direkt – dieselbe Fachperson, die auch die Begehung gemacht hat. Für
die Brandschutzordnung nach DIN 14096 gibt es zusätzlich unser
Schwesterprojekt brandschutzordnung.io.
Fragen zur Betreuung
Was Betriebe vorher wissen wollen.
Darf ein Brandschutzbeauftragter extern bestellt werden?
Ja. Die Bestellung eines externen Fachkundigen ist ausdrücklich zulässig und für viele kleine und mittlere Betriebe der praktikablere Weg. Die Verantwortung bleibt dabei beim Unternehmer – der Brandschutzbeauftragte berät, prüft und dokumentiert, entscheiden und umsetzen muss die Geschäftsleitung.
Was unterscheidet Brandschutzbeauftragte von Brandschutzhelfern?
Der Brandschutzhelfer ist eine Aufgabe für viele: Nach ASR A2.2 soll in der Regel ein Anteil von 5 % der Beschäftigten ausgebildet sein, geschult nach DGUV Information 205-023. Der Brandschutzbeauftragte ist eine Aufgabe für eine Person, Grundlage ist die DGUV Information 205-003, die Ausbildung umfasst mindestens 64 Unterrichtseinheiten. Ein Betrieb mit Brandschutzhelfern hat damit noch keinen Brandschutzbeauftragten.
Ab welcher Betriebsgröße lohnt sich die externe Lösung?
Für Unternehmen ab etwa fünfzig Beschäftigten kann sich eine interne Lösung rechnen. Darunter selten: Ein Mitarbeiter müsste für den Grundlehrgang gut zwei Wochen freigestellt werden, dazu kommen Lehrgangsgebühren, alle drei Jahre eine Fortbildung und die laufende Arbeitszeit. Bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung steht der Betrieb wieder ohne da.
Was kostet die externe Betreuung?
Wir rechnen nach Einsatzzeit ab: 450 € netto je halbem Tag, 850 € netto je ganzem Tag, jeweils zzgl. Anfahrt. Wie viele Einsätze im Jahr nötig sind, hängt an Größe und Nutzung des Betriebs, am Zustand der vorhandenen Dokumentation und am vereinbarten Begehungsturnus. Ein Handwerksbetrieb mit zwölf Beschäftigten und gepflegten Unterlagen braucht deutlich weniger als ein Produktionsbetrieb, bei dem seit Jahren niemand die Brandschutzordnung angefasst hat. Nach der ersten Bestandsaufnahme bekommen Sie einen Vorschlag mit festem Umfang, damit Sie die Jahreskosten vorher kennen.
Wer darf die Brandschutzordnung prüfen?
Die DIN 14096 verlangt in Abschnitt 5.5, die Brandschutzordnung stets auf aktuellem Stand zu halten und mindestens alle zwei Jahre von einer fachkundigen Person prüfen zu lassen. Diese Anforderung lässt sich intern nur erfüllen, wenn jemand im Betrieb die entsprechende Qualifikation mitbringt – genau das ist einer der Gründe, aus denen kleine und mittlere Betriebe die Aufgabe extern vergeben. Ein Ablegen im Ordner mit Datumsstempel genügt nicht.
In welchem Umkreis arbeiten Sie?
In Stadt und Landkreis Oldenburg, Ammerland und Bremen – unter anderem Oldenburg, Wardenburg, Hude, Ganderkesee, Wildeshausen, Rastede, Bad Zwischenahn, Westerstede, Delmenhorst, Bremen. Die räumliche Nähe ist bei dieser Leistung keine Marketingaussage, sondern Voraussetzung: Begehungen, Unterweisungen und Räumungsübungen finden vor Ort statt.
Bekomme ich Betreuung und Fluchtpläne aus einer Hand?
Ja, und das ist der praktische Vorteil. Fällt bei der Begehung auf, dass ein Flucht- und Rettungsplan nach einem Umbau nicht mehr stimmt, muss niemand einen zweiten Dienstleister beauftragen. Wir aktualisieren den Plan direkt – dieselbe Fachperson, die auch die Begehung gemacht hat.
Unklar, ob Sie einen bestellen müssen?
Wir sehen uns Baugenehmigung und Gefährdungsbeurteilung an und sagen Ihnen, woraus sich die Pflicht in Ihrem Fall ergibt – oder dass keine besteht.
Notwendiges läuft immer. Für Reichweitenmessung und eingebettete
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